Tilgungsrechner (Stand 2026): Tilgungsplan für Annuitätendarlehen
Dieser Tilgungsrechner hilft Ihnen, die monatliche Rate, den Tilgungsplan, die Restschuld nach der Zinsbindung sowie die Laufzeit bis zur Volltilgung zu kalkulieren – inklusive optionaler Sondertilgung.
Beispielrechnung (leicht nachzurechnen)
Beispiel: 300.000 € Darlehen, 3,5% Sollzins und 2,0% anfängliche Tilgung. Daraus ergibt sich eine Näherung für die Jahresrate von 300.000 € × (3,5% + 2,0%) = 16.500 €, also rund 1.375 € pro Monat (ohne Sondertilgung).
Im Tilgungsplan sehen Sie anschließend, wie sich der Anteil aus Zinsen und Tilgung jedes Jahr verschiebt und welche Restschuld nach der gewählten Zinsbindung verbleibt.
Wie viel Tilgung ist sinnvoll?
Für viele Baufinanzierungen gilt als praxisnaher Richtwert: mindestens 2–3% anfängliche Tilgung (zusätzlich zum Sollzins). Damit erreichen viele Haushalte eine Volltilgung in etwa 25–35 Jahren – abhängig von Zinssatz, Darlehenshöhe und Sondertilgungen.
- 2% Tilgung: häufig längere Gesamtlaufzeit, geringere Monatsrate
- 3% oder mehr: schneller schuldenfrei, deutlich weniger Gesamtzinsen
- Sondertilgung: kann die Laufzeit spürbar verkürzen, ohne die monatliche Rate dauerhaft zu erhöhen
Baufinanzierung planen (Checkliste 2026)
2026 kommt es in der Praxis weniger auf „neue Formeln“ an, sondern auf saubere Planung und Vergleich von Szenarien. Diese Punkte helfen Ihnen, bessere Entscheidungen zu treffen:
- Liquidität einplanen: Puffer für Instandhaltung, Nebenkosten, Lebenshaltung und unvorhergesehene Ausgaben.
- Zinsbindung vergleichen: 10 vs. 15 vs. 20 Jahre – entscheidend sind Restschuld und Zinsrisiko am Ende der Bindung.
- Sondertilgung realistisch ansetzen: lieber konservativ planen und die Option als Bonus nutzen.
- Tilgungssatzwechsel prüfen: vertragliche Flexibilität kann wichtiger sein als die letzte Nachkommastelle im Zinssatz.
- Anschlussfinanzierung vorbereiten: frühzeitig Angebote vergleichen (Prolongation/Umschuldung/Forward).
Hinweis: Banken können je nach Vertrag taggenaue Zinsberechnung (Valuta/Monatsmethode) nutzen. Für Planung und Szenariovergleich ist diese Berechnung sehr gut geeignet.
Was passiert nach der Zinsbindung?
Nach Ablauf der Zinsbindung bleibt bei den meisten Darlehen eine Restschuld. Diese wird über eine Anschlussfinanzierung weitergeführt (z.B. Prolongation, Umschuldung oder Forward-Darlehen). Die Konditionen hängen vom Zinsniveau zum Zeitpunkt der Anschlussfinanzierung ab – das nennt man Zinsänderungsrisiko.
Tipp: Vergleichen Sie in der Planung unterschiedliche Zinsbindungen (z.B. 10 vs. 15 vs. 20 Jahre) und prüfen Sie, wie stark sich die Restschuld und die Zinskosten verändern.
So wird die Rate berechnet (Annuitätendarlehen)
In Deutschland wird eine Baufinanzierung häufig als Annuitätendarlehen abgeschlossen: Die monatliche Rate bleibt konstant, der Anteil aus Zinsen und Tilgung verschiebt sich jedoch im Zeitverlauf. Zu Beginn ist der Zinsanteil höher; mit sinkender Restschuld steigt der Tilgungsanteil.
Bei Eingabe einer anfänglichen Tilgung gilt als gängige Näherung: Jahresrate = Darlehenssumme × (Sollzins + anfängliche Tilgung) (in Prozent), anschließend auf 12 Monate verteilt.