Skonto Rechner

Skonto Rechner – Skonto ziehen oder Zahlungsziel ausschöpfen?

Berechnen Sie den effektiven Jahreszins eines Skontoangebots, den Zahlungsbetrag nach Skonto und den finanziellen Vorteil im Vergleich zum Kontokorrentzins – inklusive Wahl zwischen 360/365 Zinstagen und Brutto/Netto-Betrag.

Rechnungsdaten

Hinweis: In der Praxis wird Skonto i. d. R. auf den Bruttobetrag angewendet (USt wird entsprechend gemindert).

Standard in DE: 19% (ermäßigt 7%). Für reine Netto-Vergleiche können Sie 0% setzen.
Vergleichszins (z. B. Kontokorrent/Überziehung, alternative Finanzierung oder interne Kapitalkosten).

360 Tage werden in der Praxis häufig für überschlägige Zinsvergleiche genutzt. 365 Tage sind kalendergenauer.

Empfehlung

Skonto nutzen

Der Verzicht auf Skonto entspricht rechnerisch einem effektiven Jahreszins von 0.00%. Liegt Ihr Vergleichszins bei 10.00% oder darunter, ist Skonto in der Regel wirtschaftlich sinnvoll.

Zahlbetrag & Skonto

Rechnungsbetrag (brutto)0,00 €
Skontoabzug- 0,00 €
Zu zahlen0,00 €
Nettoanteil0,00 €
Umsatzsteuer0,00 €
Skonto netto / USt0,00 € / 0,00 €

Analyse

Lieferantenkredit-Laufzeit

20 Tage

Differenz zwischen Zahlungsziel und Skontofrist

Effektiver Jahreszins (Skonto)

0.00 %

Rechnerisch hochgerechnet auf 360 Tage (kurze Fristen → hohe Effektivwerte).

Tipp: Wenn Sie Skonto nutzen und dafür Liquidität brauchen, vergleichen Sie den Effektivzins mit Kontokorrent, Lieferantenkredit oder internen Kapitalkosten.

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Wie funktioniert es?

Geben Sie Rechnungsbetrag, Skontofrist, Zahlungsziel und Skontosatz ein. Der Rechner berechnet den Zahlbetrag nach Skonto und ermittelt, welchem effektiven Jahreszins der Skonto-Verzicht entspricht. Anschließend vergleichen wir diesen Wert mit Ihrem Vergleichszins (z. B. Kontokorrent).

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Methodik

Berechnung des effektiven Jahreszinses (Skonto-Verzicht) nach der Standardformel: (Skonto% / (100% - Skonto%)) × (360 / Kreditzeitraum in Tagen) × 100. Der Kreditzeitraum ist Zahlungsziel minus Skontofrist.

Begriffe

Skonto

Ein prozentualer Nachlass bei Zahlung innerhalb einer kurzen Frist (z. B. 3% bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen).

Lieferantenkredit

Der Zeitraum zwischen dem Ende der Skontofrist und dem endgültigen Zahlungsziel. In dieser Zeit 'leiht' Ihnen der Lieferant quasi das Geld, aber zu sehr hohen Kosten (dem entgangenen Skonto).

Haftungsausschluss: Alle Berechnungen auf dieser Seite dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine professionelle Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Trotz sorgfältiger Programmierung übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Ergebnisse.

Skonto Rechner: Skonto ziehen oder Zahlungsziel nutzen?

Dieser Skonto-Rechner hilft Ihnen, Skontoangebote professionell zu bewerten: Zahlbetrag nach Skonto, Cash-Ersparnis, effektiver Jahreszins des Skonto-Verzichts und Vergleich mit Kontokorrent/Finanzierung – inklusive Brutto/Netto und Umsatzsteuer.

Wann lohnt es sich, Skonto zu ziehen?

Skonto lohnt sich häufig, weil kurze Zahlungsfristen bei wenigen Prozent Nachlass rechnerisch einem sehr hohen effektiven Jahreszins entsprechen. Entscheidender als der „schöne Rabatt“ ist daher die Frage: Welche Alternative kostet Sie weniger – Skonto nutzen oder Liquidität anders finanzieren?

  • Skonto nutzen, wenn der effektive Skonto-Jahreszins über Ihrem Vergleichszins liegt (z. B. Kontokorrent, interne Kapitalkosten).
  • Zahlungsziel nutzen, wenn Ihr Vergleichszins höher ist oder wenn das Zahlungsziel strategisch wichtiger ist (Cashflow, Working Capital).

Formel: effektiver Jahreszins beim Skonto (Skonto-Verzicht)

Der Skonto-Verzicht entspricht einem „Kredit“ des Lieferanten über den Zeitraum zwischen Skontofrist und Zahlungsziel. Die Standardformel lautet:

Effektivzins p.a. = (Skonto% / (100% − Skonto%)) × (Zinstage / (Zahlungsziel − Skontofrist)) × 100

Weil die Frist oft nur wenige Tage beträgt, ist der hochgerechnete Effektivzins meist sehr hoch – das ist normal und genau der Kern der Skonto-Entscheidung.

Beispielrechnung (typische Konditionen)

Beispiel: 2% Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen, Zahlungsziel 30 Tage. Kreditzeitraum = 20 Tage. Effektivzins (360 Tage) = (2 / 98) × (360 / 20) × 100 ≈ 36,73%.

Wenn Ihr Kontokorrent (oder interne Kapitalkosten) deutlich unter ~36,7% p.a. liegt, ist Skonto wirtschaftlich meist sinnvoll.

Brutto, Netto und Umsatzsteuer: worauf bezieht sich Skonto?

In Deutschland wird Skonto in der Praxis in der Regel auf den Bruttorechnungsbetrag angewendet – die Umsatzsteuer wird dabei anteilig gemindert. Dieser Rechner zeigt daher zusätzlich die Netto-/USt-Anteile (auf Basis des von Ihnen eingegebenen USt-Satzes).

Hinweis: Steuerliche/ buchhalterische Behandlung kann je nach Einzelfall variieren. Im Zweifel mit Steuerberatung abstimmen.

Praktische Tipps (2026): Skonto als Teil der Liquiditätssteuerung

Für ein sauberes Working-Capital-Management betrachten viele Unternehmen Skonto nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit Zahlungsverkehr, Kreditlinie und Einkaufskonditionen. Nutzen Sie den Effektivzins als objektiven Vergleichsmaßstab – und verhandeln Sie Konditionen, die zu Ihrem Cashflow passen.

  • Vergleichen: Effektivzins vs. Kontokorrent/Factoring/Skontokredit.
  • Standardisieren: klare Regeln (ab welchem Effektivzins wird Skonto gezogen?).
  • Automatisieren: Zahlungsfreigabe/Skontofristen im ERP/Banking so konfigurieren, dass Skonto nicht „verpasst“ wird.

Weiterführend: Business-Rechner · Gewerbesteuer-Rechner

Häufig gestellte Fragen

Q:Lohnt sich Skonto immer?

Nicht immer – aber sehr häufig. Entscheidend ist der Vergleich: Liegt der effektive Jahreszins des Skonto-Verzichts über Ihrem Vergleichszins (z. B. Kontokorrent, interne Kapitalkosten), ist Skonto wirtschaftlich sinnvoll. Bei kurzen Fristen können bereits 2–3% Skonto Effektivzinsen von deutlich über 20–40% p.a. ergeben.

Q:Wie berechnet man den effektiven Jahreszins bei Skonto?

Standardformel: (Skonto% / (100% - Skonto%)) × (Zinstage / (Zahlungsziel - Skontofrist)) × 100. Die Zinstage werden häufig mit 360 (kaufmännisch) oder 365 (kalendergenau) angesetzt. Kurze Fristen führen rechnerisch zu hohen Effektivzinsen.

Q:Warum verwendet der Rechner 360 oder 365 Tage?

360 Tage (kaufmännische Zinsrechnung) wird in der Praxis häufig für Zinsvergleiche genutzt. 365 Tage ist kalendergenauer. Für die Entscheidung (Skonto vs. Finanzierung) ist wichtig, dass Sie die gleiche Konvention wie bei Ihrem Vergleichszins verwenden.

Q:Was ist der „Kreditzeitraum“ beim Skonto?

Das ist die Differenz zwischen Zahlungsziel und Skontofrist. Beispiel: Skontofrist 10 Tage, Zahlungsziel 30 Tage → Kreditzeitraum 20 Tage. In diesen 20 Tagen „finanzieren“ Sie den Rechnungsbetrag, wenn Sie Skonto nicht nutzen.

Q:Was ist der Unterschied zwischen Skonto und Rabatt?

Skonto ist ein Preisnachlass für schnelle Zahlung (meist 2-3% bei Zahlung innerhalb von 10-14 Tagen). Ein Rabatt ist eine generelle Preisreduzierung unabhängig vom Zahlungszeitpunkt. Skonto ist also an eine Bedingung geknüpft.

Q:Bezieht sich Skonto auf Netto oder Brutto?

In der Praxis wird Skonto häufig auf den Bruttorechnungsbetrag angewendet; die Umsatzsteuer wird dabei anteilig gemindert. Für die Liquiditätswirkung ist der Bruttobetrag maßgeblich (Zahlungsabfluss). Dieser Rechner kann sowohl Netto- als auch Bruttoeingaben abbilden.

Q:Was passiert, wenn ich das Skonto verpasse?

Dann zahlen Sie den vollen Rechnungsbetrag zum normalen Zahlungsziel. Sie verlieren den Skontovorteil, haben aber keine weiteren Nachteile, solange Sie innerhalb des Zahlungsziels zahlen.

Q:Ist Skonto steuerlich absetzbar?

Skonto mindert in der Regel die Anschaffungs-/Betriebsausgaben (und die Umsatzsteuer wird anteilig korrigiert). Die konkrete buchhalterische Behandlung hängt vom Fall ab – im Zweifel mit der Steuerberatung abstimmen.

Q:Sollte ich Skonto nutzen, wenn ich dafür Kontokorrent in Anspruch nehmen muss?

Oft ja – wenn der effektive Skonto-Jahreszins höher ist als Ihr Kontokorrentzins. Dann ist es günstiger, kurzfristig zu finanzieren und Skonto zu ziehen, als auf Skonto zu verzichten.

Q:Welche typischen Skontokonditionen gibt es in Deutschland?

In der Praxis sieht man häufig Konditionen wie 2% bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen oder 3% bei 14 Tagen, bei einem Zahlungsziel von 30 Tagen. Es gibt aber viele Varianten – maßgeblich sind die konkreten Fristen und Ihr Vergleichszins.